2007-06-05, Dienstag, 10.22 Uhr
Taxistand, Bahnhof Enge
Der Taxifahrer beobachtet den Himmel, das Wetter heute ich freundlich. Passanten eilen zu den Bahnsteigen, einige unter ihnen sind sommerlich gekleidet. Der Taxifahrer macht ein leicht verärgertes Gesicht. Soeben hat er sich eine Zigarette angezündet, und nun verlangt ein Fahrgast nach seinen Diensten. Er wirft die frisch angezündete Zigarette mit einer federnden Handbewegung auf die Strasse und stösst den inhalierten Rauch als lange Schäfchenwolke aus. Die Zigarette klebt unter seinen Absätzen, er macht sich ans Steuer und will wissen, wo es hingeht. Das Gesicht ist zerknautscht, trägt viele Falten und erinnert an einen viel benutzten Baseball-Handschuh mit etlichen Schweissrändern. Das kleine Personalfoto auf dem Taxifahrerausweis zeigt ihn mit einer grossen, getönten Brille. Er hat das Pensionsalter längst überschritten. Die Abfahrt ist rasant. Bei der Tramhaltestelle «Museum Rietberg» unterhalten sich zwei Männer, die Bauhelme und gelbe Sicherheitswesten tragen. Ein Fahrradfahrer schwankt mit seinem Vehikel, weshalb der Taxifahrer den Blinker betätigt und auf die Gegenfahrbahn zusteuert. Das 7er-Tram fährt von der Haltestelle «Bahnhof Wollishofen» weg. Der weisse Volvo Kombi nimmt nun die Linkskurve, vorbei am «Morgental», vorbei an einem Restaurant mit Terrasse. Nach der zweiten Querstrasse biegt der Taxifahrer ab und drosselt die Fahrt. «Hier müsste die Moosstrasse Nr. 2 sein», sein Kopf beugt sich zur Frontscheibe vor. «Die Äste gehören geschnitten, ich kann das Strassenschild kaum erkennen... Doch, das müsste hier sein». Der Taxifahrer steigt aus und geht einmal links um den Volvo Kombi herum. Er öffnet mit einer galanten Bewegung die Beifahrertüre, dreht und streckt sich, um sich nochmals nach dem richtigen Standort zu vergewissern. «Hier, die Nummer 2. Wie ich richtig vermutet habe. Aber die Äste gehören geschnitten. So erkennt man ja nichts». Er nimmt die Zwanzigernote, der Betrag ist als Trinkgeld aufgerundet. Aus der linken Hosentasche zieht er eine abgewetzte Geldbörse und steckt die Note ein. Im Baseball-Handschuh blinzelt ein Lächeln. «Einen schönen Tag!»
10.30 Uhr, hei
Taxistand, Bahnhof Enge
Der Taxifahrer beobachtet den Himmel, das Wetter heute ich freundlich. Passanten eilen zu den Bahnsteigen, einige unter ihnen sind sommerlich gekleidet. Der Taxifahrer macht ein leicht verärgertes Gesicht. Soeben hat er sich eine Zigarette angezündet, und nun verlangt ein Fahrgast nach seinen Diensten. Er wirft die frisch angezündete Zigarette mit einer federnden Handbewegung auf die Strasse und stösst den inhalierten Rauch als lange Schäfchenwolke aus. Die Zigarette klebt unter seinen Absätzen, er macht sich ans Steuer und will wissen, wo es hingeht. Das Gesicht ist zerknautscht, trägt viele Falten und erinnert an einen viel benutzten Baseball-Handschuh mit etlichen Schweissrändern. Das kleine Personalfoto auf dem Taxifahrerausweis zeigt ihn mit einer grossen, getönten Brille. Er hat das Pensionsalter längst überschritten. Die Abfahrt ist rasant. Bei der Tramhaltestelle «Museum Rietberg» unterhalten sich zwei Männer, die Bauhelme und gelbe Sicherheitswesten tragen. Ein Fahrradfahrer schwankt mit seinem Vehikel, weshalb der Taxifahrer den Blinker betätigt und auf die Gegenfahrbahn zusteuert. Das 7er-Tram fährt von der Haltestelle «Bahnhof Wollishofen» weg. Der weisse Volvo Kombi nimmt nun die Linkskurve, vorbei am «Morgental», vorbei an einem Restaurant mit Terrasse. Nach der zweiten Querstrasse biegt der Taxifahrer ab und drosselt die Fahrt. «Hier müsste die Moosstrasse Nr. 2 sein», sein Kopf beugt sich zur Frontscheibe vor. «Die Äste gehören geschnitten, ich kann das Strassenschild kaum erkennen... Doch, das müsste hier sein». Der Taxifahrer steigt aus und geht einmal links um den Volvo Kombi herum. Er öffnet mit einer galanten Bewegung die Beifahrertüre, dreht und streckt sich, um sich nochmals nach dem richtigen Standort zu vergewissern. «Hier, die Nummer 2. Wie ich richtig vermutet habe. Aber die Äste gehören geschnitten. So erkennt man ja nichts». Er nimmt die Zwanzigernote, der Betrag ist als Trinkgeld aufgerundet. Aus der linken Hosentasche zieht er eine abgewetzte Geldbörse und steckt die Note ein. Im Baseball-Handschuh blinzelt ein Lächeln. «Einen schönen Tag!»
10.30 Uhr, hei
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