Freitag, 1. Juni 2007

viewprint© : das konzept

Das Viewprint©-Konzept (© = read as 'see')


Das Pseudo der Objektivität, das Pseudo der Subjektivität. In Limbo.

1. Ein Viewprint-Notat ist eine Zustands- oder Ereignisbeschreibung. Der Autor beschreibt, was da ist.

2. Der Autor eines Viewprint-Notats interpretiert nicht, d.h. er zeichnet lediglich auf, was er sieht, hört, riecht (mit seinen Sinnen wahrnimmt). Er vermutet und unterstellt nicht (wendet also in seiner Aussage weder Konjunktiv noch Potentialis, kein «vielleicht» oder «anscheinend» an, verwendet keine Exklamationszeichen. Zitate werden als solche gekennzeichnet).

3. Der Autor eines Viewprint-Notats beschreibt weder Geschichte noch Möglichkeiten.

4. Das Viewprint-Notat trägt stets eine Überschrift, bestehend aus: Zeitangabe und Ort.

5. Das Viewprint-Notat besteht in der äusseren Form aus etwa 2400 und 3200 Zeichen.

6. Das Viewprint-Notat endet stets mit der erneuten Angabe der Uhrzeit und dem Kürzel des Autors.

7. Viewprints können in allen Orten entstehen. Der Ort ist im Titel angegeben. Die Idee ist, dass an vielen Orten Viewprints entstehen : dass man lesensehen kann, was andernorts sich ereignet.

Beispiel eines Viewprint-Notats in seiner äusseren Form: 12.00 Uhr, Bellevue Zürich / Text / 12.05 Uhr Autorenkürzel

("Autor" und "Autorin" : find/replace : as you like it.)

hei/sti

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