Montag, 20. August 2007

2007-08-20, 12 Uhr, Rotwandstrasse

Draussen nieselt es leicht. Der Himmel ist grau verhangen, ein Ineinander verschieden dunkler Wolken, und taucht alles, was man sieht, in dasselbe düstere Tageslicht: die nass glänzenden Ziegel des Hauses gegenüber, das dunkelbraune Blech der Dachaufbauten, die verwitterte hölzerne Untersicht, die weissgraue, poröse Fassade. Die grau ummauerten Fenster mit den grünen Läden, die weiss gestrichenen Rahmen, die Gardinen, das Schwarz der Innenräume.
Die gelbbraune Fassade der weiter entfernten Häuserreihe, die Töpfe und Pflanzen, Möbel und Taschen auf den Balkonen. Das rauchende Paar mit braunem und blondem Haar. Das grün oxidierende Blech der Lukarnen, das dunkle Eternitdach. Das kahle Geländer der Dachterrasse, das Efeu am Kamin, die Sträucher, die Wäscheleinen, den zusammengefalteten Sonnenschirm, den Kugelgrill und den roten Liegestuhl.
Am graugrünen Wald des Üetlibergs ziehen Wokenfetzen vorbei. Manchmal umhüllen sie den Fernsehturm und manchmal geben sie ihn frei. Aus den Strassen hört man das helle Klingeln eines Presslufthammers und das Rauschen vorbeifahrender Autos.

12.30 Uhr, pfi

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