«Jamarico», Stauffacherstrasse 95
Das Glasklirren ist dumpf und durchbricht für nur einige Sekundenbruchteile die Stille. Ein schwarz gekleideter Mann mit Schiebermütze steht vor dem Schaufenster der Kleiderboutique «Jamarico». Er bückt sich an der unteren Stellen des Schaufensters, wo er gerade mit einem Gegenstand ein Loch eingeschlagen hat und beginnt seelenruhig Taschen aus der Schaufensterauslage einzupacken. Bevor er die Beute in seine Umhängetasche verstaut, prüft er jeden einzelnen Gegenstand; einige Artikel legt er wieder in die Auslage zurück. Mit dick gefüllter Umhängetasche schwingt er sich auf ein Rennvelo, blickt kurz um sich und radelt davon. Das Ganze geschieht ohne Hektik oder Anzeichen von Nervosität.
Es hat wenig Verkehr, einzelne Passanten warten bei der Haltestelle «Helvetiaplatz» auf das Tram. An der Bus-Haltestelle «Helvetiaplatz» (wo der 32er hält) steht ein Mann und telefoniert mit seinem Handy. Er hat die ganze Zeit über den Einbruch aus ein oder zwei Meter Distanz beobachtet, ohne den Einbrecher an seiner Handlung zu hindern.
20.56 Uhr, hei
Montag, 14. Januar 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen